Was sind Mikronährstoffe?

Sie führen ein aktives Leben mit Familie, Beruf, Haushalt, Freunden und vielen Freizeitaktivitäten?

Dieser Lebensstil fordert Geist und Körper, die Energiereserven werden aufgebraucht und in weiterer Folge kommt es zu Müdigkeit und Erschöpfung.

Besondere Bedeutung kommt daher den wasserlöslichen Vitaminen (B-Vitamine, Vitamin C) zu, da sie am Energiestoffwechsel und somit an der Produktion der Zellenergie beteiligt sind.

Der tägliche Bedarf
Neben den wasserlöslichen Vitaminen für den Energiestoffwechsel kommt dem Eisen bei Frauen besondere Bedeutung zu. Laut Ernährungsbericht 2012¹ liegen Frauen im gebärfähigen Alter in der Regel unter den Empfehlungen der täglichen Eisenaufnahme. Der durch die Monatsblutung sogar erhöhte Eisenbedarf wird also nicht gedeckt. Eine chronisch erniedrigte Eisenzufuhr kann zu einer Eisenmangelanämie führen; diese gehört weltweit zu den häufigsten Mangelerscheinungen.
Generell besteht laut Ernährungsbericht v.a. bei Folsäure, Pantothensäure, Jod, und Kalzium eine deutlich zu niedrige Aufnahme mit der Nahrung. Dies gilt auch für die Vitamin-D-Zufuhr über Lebensmittel.
Jod trägt zu einer normalen Produktion von Schilddrüsenhormonen und zu einer normalen Schilddrüsenfunktion bei. Die Schilddrüsenhormone steuern die Entwicklung und das Wachstum des Organismus, den Grundumsatz und die Wärmeregulation sowie viele andere Stoffwechselreaktionen. In Österreich wurde 1990 der Jodgehalt von Speisesalz auf 20 mg/kg in Form von Kaliumjodid erhöht und dadurch die Jodversorgung der Bevölkerung verbessert. Trotzdem liegt die Aufnahme der Bevölkerung an Jod noch immer unter den Empfehlungen (200 µg Jod pro Tag²).

¹) 12. Ernährungsbericht 2012 der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V.
²) Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. für Jugendliche und Erwachsene bis 50 Jahre. Stand Juni 2017.  

Der erhöhte Bedarf
Bei erhöhter körperlicher Belastung wie Krankheit, aber auch durch Leistungssport, vermehrtem Genuss von Zigaretten und Alkohol besteht ein Mehrbedarf an Vitaminen.

Mikronährstoffe für das Immunsystem
Gerade in der Erkältungszeit ist das Immunsystem besonders gefordert. Ausreichend Vitamine und Mineralstoffe unterstützen die „Schutzpolizei unseres Körpers“ im Kampf gegen Krankheitserreger.

Das Immunsystem – was ist das eigentlich?
Tagtäglich wird der Körper mit einer Vielzahl an Mikroorganismen wie Bakterien oder Viren konfrontiert, ohne dass es zu einer Infektion kommt. Grund dafür ist unser Immunsystem, die „Schutzpolizei“ des Körpers. Aufgabe des Immunsystems ist es, die schädigenden Einflüsse von außen, aber auch von innen zu erkennen und durch die Bildung von Antikörpern zu zerstören. Je stärker das Immunsystem ist, umso besser gelingt es dem Körper, Krankheitserreger abzuwehren und Erkrankungen zu überstehen. Unsere Ernährung mit der Auswahl der Lebensmittel und den Ernährungsgewohnheiten ist einer der Faktoren, die eine wichtige Rolle für die Entwicklung und das Funktionieren des Immunsystems haben.
Studien belegen, dass bestimmte Nährstoffe die Funktionen des Immunsystems positiv beeinflussen können. Besonders die Vitamine A und C sowie die Mineralstoffe Zink, Eisen und Kupfer tragen zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.
Ein Mangel an diesen Mikronährstoffen kann zu einer erhöhten Infektanfälligkeit führen. Die Zufuhr an Vitaminen und Mineralstoffen stellt somit eine geeignete Unterstützung dar, um das Immunsystem gegen Erkältungen und Infektionen zu wappnen.

Was das Immunsystem sonst noch stärkt
Neben ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen gibt es noch andere Faktoren, die das Immunsystem stärken. Regelmäßige Bewegung aktiviert die körpereigene Abwehr – so nehmen bei regelmäßigem Training Infektionen deutlich ab. Aber auch der Verzicht auf die Zigarette und auf Alkohol sowie eine Reduktion von Übergewicht wirken sich zusätzlich positiv auf das Immunsystem aus.